Tag der Varroatoleranz (19. März 2016)

 Günter Vorsatz / 03. 2016/ OTZ/DBJournal

Der IV Wurzbach u.U. Frankenwald e.V. hat für Sonnabend den 19.03.2016 zu einer Vortragsveranstaltung nach Ruppersdorf, in die Gaststätte „Birkenhof „ eingeladen.
Die 1. Honigkönigin Anna I. , vom IV Wurzbach u.U. Frankenwald e.V. freute sich, in der Begrüßung das der Vortragssaal bis auf den letzten Platz gefüllt war. Den 60 angereisten Gäste aber auch den Vereinsmitgliedern wünschte Sie einen informationsreichen Tag und das viel Erkenntnisse in die eigene Imkerei einfließen.


In den einleitenden Worten vom 1. Vorsitzenden Günter Vorsatz wurden die gewünschten Referenten mit Imkermeister Dirk Arens-Lagast von der Uni Würzburg und Imkermeister Jürgen Brauße aus Blankensee; bei Berlin, begrüßt.
Die Problematik der Varroamilbe, ist in einer kurzen Filmsequenz, die Dr. Wolfgang Ritter, Präsident der wissenschaftlichen Kommission für Bienengesundheit bei der APIMONDIA, erläutert hat. Wie die Varroamilbe, als diese in den 1977iger Jahren in Deutschland festgestellt war und diese von der Wissenschaft eingeschätzt wurde. Man könne die Varroamilbe in 2-3 Jahren in Griff bekommen. Mittlerweile sind es 40 Jahre und wir wissen immer noch nicht alles!


Die Varroamilbe beschäftigt uns Imker schon seit etwa 40 Jahren und wird auch noch einige Jahre die Imkerei und Imker beschäftigen.
Der ursprüngliche Wirt von Varroa destructor ist die Östliche Honigbiene (Apis cerana). Bei dieser Art werden ausschließlich die Larven von Drohnen befallen, eine Entwicklung an Arbeiterinnen erfolgt nicht. Die Milbenart war auf das tropische Ostasien beschränkt, wo drei weitere Arten der Gattung, westlich bis Nepal, leben. Der Mensch hat sich zum Ziel gesteckt, Leistungen von Tieren zu erhöhen, um billige Nahrungsmittel zu erzeugen. So wurde die Apis mellifera nach Ostasien gebracht um die Honigproduktion zu erhöhen. Auf die westliche Honigbiene, Apis mellifera, ging die Varroa durch in Kultur gehaltene Bienen über, die in die Heimat von Apis cerana eingeführt worden waren. Zusätzliche Wirte von Varroa destructor sind nicht bekannt.
Durch molekulargenetische Untersuchungen von Varroamilben wurden unterschiedliche Stammlinien der Art und ihrer nahe verwandten Schwesterart Varroa jacobsoni identifiziert, die verschiedene Teile ihres natürlichen Verbreitungsgebiets besiedeln. Nur zwei dieser Typen sind auf Apis mellifera übergegangen, von denen nur einer (der sog. koreanische Haplotyp) weltweit verschleppt worden ist. Die weltweit verbreiteten Milben sind, im Gegensatz zu denjenigen ihrer Ursprungsheimat, genetisch so uniform, dass sie als Klone betrachtet werden können.
Heute ist Varroa destructor mit Ausnahme von Australien, einer Finnischen Insel sowie einer Franzhösischen Insel Ouessant in der Betagne 20 km im Atlantik weltweit verbreitet. Die Art ist vor allem durch den Versand von Bienenvölkern und Königinnen verschleppt worden. Der erste Nachweis von der russischen Pazifikküste stammt von 1952, aus Japan von 1958. In Europa wurde sie zuerst 1967 in Bulgarien gefunden. Der erste deutsche Nachweis stammt aus dem Jahr 1977.
Ob wir in naher Zukunft eine Wirksame Technologie haben werden, hängt von den Forschungsprojekten und deren Erfolgen in der Wissenschaft ab.
Nach dieser Einstimmung begannen die Vorträge.
Die Systematik und Erfolge der AGT wurden von Dirk Ahrens-Lagst eindrucksvoll und anschaulich vorgestellt. Die ständige Kontrolle des Varroamilbenfalls ist für den Imker eine wichtige Erkenntnis in einer erfolgreichen Betriebsführung.
Im einem weiteren Vortrag von, Leistungsprüfer Günter Vorsatz IV Wurzbach,
ist die Bedeutung, die Ausrichtung sowie die Ziele einer Leistungsprüfung bei
Honigbienen vorgestellt wurden. Für eine Anregung zur Leistungsprüfung ist die LP in Thüringen und der Prüfstand von Günter Vorsatz vorgestellt wurden.
Nach der Mittagspause hat Imkermeister Jürgen Brauße das Projekt „Körung auf Varroa Sensitive Hygiene (VSH). Diese Erkenntnisse, welche seit einigen Jahren weiter Verfolgt werden, sind vielversprechend, so dass auch die ersten kleinen Erfolge vorhanden sind.
Alle Referenten brachten zum Ausdruck, dass die Imkerschaft zusammenarbeiten muss und je mehr Imker sich mit entsprechenden Völkern an in diese Projekte mit einbringen, umso schneller kommen wir zum Ziel.
Der IV Wurzbach bedankt sich bei allen Gästen für das kommen, und wünsch allen Imkern viel Erfolg und Freude in der Imkerei.

Günter Vorsatz
1.Vorsitzender
IV Wurzbach u.U. Frankenwald e.V.